Frauenfußballprojekte geben Hoffnung

20. April 2014: Fußball statt Drogenhandel - wie eine Initiative Jugendliche in den Favelas von Rio de Janeiro eine Perspektive aufzeigt

Die Favelas, die Armenviertel von Rio de Janeiro beschäftigen die brasilianischen Behörden seit einigen Jahren. Erst mit Gewalt, später mit Einheiten der sogenannten Friedenspolizei UPP wird versucht, die verloren gegangene Kontrolle wieder zu erlangen. Eine schwere Aufgabe, denn vor allem die Drogenbanden spielen dort eine wichtige Rolle, nehmen auch gesellschaftliche Aufgaben wahr. Doch die Maßnahmen stellen sich nicht durchweg als positiv heraus. Denn die so "befriedeten" Favelas verzeichnen nun einen Anstieg an Vergewaltigungen und Fälle häuslicher Gewalt gegen Frauen.

Das Projekt Favela Street versucht einen alternativen Ansatz, der nicht zuletzt an dieser Problematik anknüpft. Frauen und Mädchen finden beim Fußball einen Schutzraum, werden zu Trainerinnen ausgebildet und bekommen eine Perspektive: Die Teilnahme am Street Child World Cup im Vorfeld des Großevents. Ein  Bericht des englischen Guardian auf fare.net .

Einblicke in die Arbeit der oben genannten "Friedenspolizei" bietet der brasilianische Dokumentarfilm "Hill of Pleasures", den die Akademie  am 28. April im Nürnberg Filmhauskino zeigt.