"Frauen am Ball"

Das Gender-Zentrum und der Lehrstuhl für Sportpädagogik der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft der TU München haben in Bezug auf Frauen und Sport ein weiteres Zeichen gesetzt.

International und engagiert: „Frauen am Ball!“ - Public Viewing im Audimax

Das Gender-Zentrum und der Lehrstuhl für Sportpädagogik der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft haben in Bezug auf Frauen und Sport ein weiteres Zeichen gesetzt.

Beim Public Viewing der Halbfinals der Fußball-WM 2011 (FIFA Women‘s World Cup) am Mittwoch, den 13. Juli 2011 im Audimax, haben die Organisatorinnen für ein hochkarätiges Programm gesorgt. Neben einem wissenschaftlichen Fachvortrag von Akademie-Mitglied Prof. Dr. Claudia Kugelmann (Lehrstuhlinhaberin Sportpädagogik) berichtete Projektleiterin Patricia C. Kedit von Jambo Bukoba über deren Projekte in Tansania. Die Breakdancer, Ballartistinnen und Ballartisten von  buntkicktgut sorgten zusätzlich für eine actionreiche Show. Zuschauer und Teilnehmer aus verschiedenen Ländern der Welt (Libanon, Japan, Tansania, Schweden, Deutschland, Frankreich und Kosovo) machten die Veranstaltung zu einem interkulturellen Highlight.

„Mädchen zwischen Gleichheit und Differenz“

Im Vortrag „Empowerment durch Sport: Wenn Mädchen und Frauen Fußball spielen“ stellte Prof. Dr. Claudia Kugelmann das Potential dar, das in einer der beliebtesten Sportarten der Welt steckt. Neben den Selbsterfahrungen, die Mädchen beim Erlernen des Fußballspiels erlangen, stellt die Sportart Fußball die Weichen für junge Mädchen, sich in der Gesellschaft durchzusetzen und akzeptiert zu werden. Des Weiteren thematisierte Prof. Dr. Claudia Kugelmann die Bedeutung der Geschlechtergerechtigkeit. In der bislang noch von Männern dominierten Sportart liegt die Chance der Frauen und Mädchen, zu zeigen, dass sie in Sachen Fußball den gleichen Herausforderungen gewachsen sind wie Männer und Jungen.

„Strengthening children through sports“ („Kinder durch Sport stark machen”)

Während Prof. Dr. Claudia Kugelmann den Zuschauern das wissenschaftliche Know-How vermittelte, stellte Patricia C. Kedit von Jambo Bukoba ein Projekt aus der Praxis vor. Der Verein unterstützt Kinder und Jugendliche in Bukoba, Tansania. Dabei setzt sich die Organisation für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit in den
Bereichen Gesundheit (HIV/Aids), Chancengleichheit für Mädchen, Bildung und Sport ein. Der Sport wird als Medium genutzt, um z.B. bei Kindern und Jugendlichen Selbstbewusstsein zu schaffen. Vor Ort werden einheimische Lehrerinnen und Lehrer in einem fünftägigen Workshop ausgebildet. Jambo Bukoba möchte internationale
Beziehungen stärken und mehr Interessenten und Unterstützer für ihre Projekte in Tansania begeistern.

„Break´n´Ball - die Streetshow“

Mit einer beeindruckenden Performance sorgten die Ballartistinnen, Ballartisten und Breakdancer von buntkicktgut für eine tolle Atmosphäre. Die erfahrene Showgruppe zeigte gekonnte Dribbel-Künste, synchrone Choreografien und imposante Moves. Ein junger Mann aus Togo beeindruckte die Zuschauer, indem er eine leere Plastikflasche auf der Stirn balancierte, auf deren Flaschenkopf er den Ball immer wieder nach oben kickte und ihn wieder auf dem Flaschenkopf fing. Ein Ballkünstler aus dem Libanon hielt in nach vorne gebückter Stellung den Ball zwischen seinen Schulterblättern und
zog sich gleichzeitig sein T-Shirt aus, ohne dass der Ball hinunter fiel. Auch wenn die großen Massen vermutlich aufgrund des frühzeitigen Ausscheidens des deutschen
Teams und dem regnerischen Wetter ausblieben, war das Ereignis für die Veranstalterinnen vom  TUM Gender-Zentrum und dem  Lehrstuhl für Sportpädagogik ein voller Erfolg.

Eckdaten: Mittwoch, 13. Juli 2011; Audimax der TUM, Arcisstraße 21, 80333 München