Literatur

Fifa-Mafia. Die schmutzigen Geschäfte mit dem Weltfußball

von Thomas Kistner. Nominiert für das Fußballbuch des Jahres 2012 - mit Rezension von Jürgen Kaube

Thomas Kistner:
Fifa-Mafia. Die schmutzigen Geschäfte mit dem Weltfußball

ISBN: 978-3-426-27586-3
Droemer Verlag, 2012
432 Seiten, 19,99 €

"Fifa-Mafia" erzählt, wie sich unter dem Denkmäntelchen, die schönste Nebensache und alle vier Jahre das größte Sportereignis der Welt zu den Menschen zu bringen, über die letzten vier Jahrzehnte eine weitgehend korrupte Clique an die Spitze dieses Verbandes gesetzt hat.
Das Buch zeichnet die Entstehung des Netzwerkes des aktuellen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter nach und schildert die Tricks und Durchstechereien, mit denen lukrativste Rechte verschoben, finanzielle Kickbacks ergaunert, eigene Leute bezahlt und/oder in Position gebracht worden sind.
"Fifa-Mafia" erzählt von schmutzigen Wahlkämpfen und WM-Vergaben, den hilflosen Sponsoren und der teils manipulativen, teils opportunistischen Politik. Der Weltfußball als ein einziger, gigantischer Interessenskonflikt.
Thomas Kistner, Sportredakteur der „Süddeutschen Zeitung“, berichtet seit mehr als zwanzig Jahren über die kriminellen Machenschaften im und um das Milliardenunternehmen Fifa. Sein Buch ist die Summe dieser Recherche. So dicht, so kenntnisreich, so zwingend in der Analyse, ist die dunkle Seite dieses global auf Regierungsebene agierenden Verbandes nie zuvor erzählt worden. Dieses Buch ist ein gedruckter Indizienprozess.
Thomas Kistner macht bislang unbekannte Seiten des Weltfußballs und seines Verbandes öffentlich, wie den Verlust des Bälle-Symbols der Fifa, die besondere Vernetzung dieses Verbandes nach Schweizer Vereinsrecht mit Interpol und Security-Firmen und die Entstehung eines neuen global ausgerichteten Sport-Sicherheitsdienstes in Katar. Kistner schildert erstmals die Jagd auf korrupte WM-Bewerber durch gescheiterte Konkurrenten, er berichtet von FBI-Ermittlungen rund um den Fußball und die Wettspielszene, von der Jagd auf eine CD mit sensiblen Bankdaten von hohen Fußballvertretern.


Verlagsinfo und Leseprobe  hier

Deutscher Fußball-Kulturpreis 2012
Nominierung zum Fußballbuch des Jahres

zur Rezension von Jürgen Kaube