Fans statt Politiker

15. Mai 2012: Schriftsteller diskutieren über einen EM-Boykott

Letzte Woche trafen in Berlin Vertreter der Deutschen Autorennationalmannschaft auf ihre Kollegen aus den Gastgeberländern der Europameisterschaft. Doch statt sich ausgiebig mit der Literatur der Länder zu befassen und die Freude am gemeinsamen Fußball spielen ausgiebig kund zu tun, ging es um Politik. Boykott der Spiele, ja oder nein? 

Die Podiumsrunde fand darauf keine einfache Antwort - beide Entscheidungen bergen Vor- und Nachteile. Klar positionierte sich lediglich der ukrainische Autor Serhij Zhadan, dessen Begründung allerdings keine Menschenrechtsverletzungen oder Mangel an Demokratie benötigt: Einen PolitikerInnen-Boykott hält er für absolut sinnvoll, schon weil die sich nur für Geld und nicht für Fußball interessieren würden. Fans und Spieler seien dagegen willkommen. 

 Jan Welle berichtet für 11 Freunde

(cs)