"Eine grandiose Biografie"

5. April 2012: Deutschlandfunk lobt Werner Skrentnys Buch über Julius Hirsch

Julius Hirsch war zu Beginn des letzten Jahrhunderts einer der besten deutschen Fußballer: Nationalspieler, Olympiateilnehmer, deutscher Meister. All diese Erfolge zählten allerdings nicht mehr, als 1933 die Nazis die Macht übernahmen. Denn als Jude war Hirsch in der menschenverachtenden Ideologie Hitler-Deutschlands schlichtweg unerwünscht, wurde systematisch diskriminiert und später ermordert. 

Seinem Leben hat Autor Werner Skrentny nun eine  Biografie gewidmet, die der Deutschlandfunk schlichtweg als 'grandios' bezeichnet. Der  zugehörige Beitrag thematisiert auch die lange bestehende Geschichtsvergessenheit des deutschen Fußballs. Denn noch 1988 war die Erinnerung an Julius Hirsch - den Nazis folgend - aus der Historie getilgt geblieben. 

Heute erinnert der Integrationspreis des DFB an Julius Hirsch ( aktuell ausgeschrieben), zahlreiche Publikationen zum Fußball im Nationalsozialismus und der Geschichte jüdischer Spieler, Trainer und Funktionäre setzen sich mit der Thematik auseinander. Skrentny fügt dem ein weiteres Kapitel bei.