“Ein vulgärer Clown“

16. Juni 2012: Antonio Cassano und seine homophoben Äußerungen

“Ein vulgärer Clown, der 600 Frauen erobert haben will: Italiens Angreifer Antonio Cassano provoziert - auch mit schwulenfeindlichen Sprüchen“, berichtet Akademie-Mitglied  Birgit Schönau in der  Süddeutschen Zeitung.

Und erklärt der Leserschaft: “Es wird Zeit, dass die Welt ein neues italienisches Wort lernt: Coatto. Die Menschheit hat unter wüsten Flüchen "Catenaccio" schreiben gelernt, manche sogar "Cappuccino", die üblichen Fanatiker können sogar "Olio extravergine" buchstabieren. Da ist "Coatto" eine leichte Übung. Es entstammt dem lateinischen "Coactus", wird genauso ausgesprochen wie geschrieben und beschreibt ursprünglich einen Kleinverbrecher unter Hausarrest. In seiner modernen Version ist der "Coatto" ein nicht vollkommen unsympathischer, intellektuell aber eindeutig zu kurz gekommener Vorstadtrowdy, der erstaunlich geschmacklose Kleidung trägt und gern dummes Zeug daherredet. Beides nicht aus Überzeugung. Er weiß es schlicht nicht besser. (...) Pasolini machte ihn zur literarischen Figur, und in der Squadra Azzurra ist er naturgemäß genauso verbreitet wie im richtigen Leben. Dort hatte am Dienstagmittag ein bekennender "Coatto" seinen Auftritt: Antonio Cassano.“