Ein klares Revanchefoul

28. Juli 2014: Der Boykott gegen den Länderspielort Bremen

Die Verlegung des Länderspiels gegen Gibraltar von Bremen nach Nürnberg schlägt weiterhin hohe Wellen. Die  Süddeutsche Zeitung erkennt in der Reaktion des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf die umstrittenen Gesetzesänderungen des Bremer Senats ein klares Revanchefoul: „Bisher hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) stets eine klare Haltung zum Thema Boykott. Der weltgrößte Sportverband hielt nichts davon, politische Konflikte durch sportliches Nichterscheinen beeinflussen zu wollen. Schon 1978, als sich das Regime in Argentinien mit einer Fußball-Weltmeisterschaft schmückte, reisten die Deutschen gerne an. (…) In eigener Sache ist der DFB nicht so zimperlich. Kaum einen Tag hat das Präsidium gebraucht, um im politischen Streit mit dem Bundesland Bremen einen schneidigen Sportboykott zu beschließen.“