Fußballkultur

Die vielen Spieler des 1. FC Offshore

Neben Fußballspielern profitierten auch etliche Klubs von Briefkastenfirmen und zahlten so nur 1500 Euro Gehalt.

Die Enthüllung der Panama Papers Anfang April schlug international hohe Wellen. U.a. fiel mit Lionel Messi auch der Name eines absoluten Weltstars in Zusammenhang mit einer Briefkastenfirma in Mittelamerika. Das "The International Consortium of Investigative Journalists" machte nun die Papiere online für jeden zugänglich.

In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung tauchen weitere prominente Fußballer auf. Zum einen wäre da Messis ehemaliger argentinischer Nationalmannschaftskollege Gabriel Heinze zu nennen, oder Uruguays Diego Forlan. Aber auch der ehemalige Trainer von Hannover 96, Tayfun Korkut scheint in der Praxis der offshore Geschäfte involviert gewesen zu sein.

Dabei wird nun immer klarer, wie das Geschäft mit den Briefkastenfirmen ablief. So nutzten diese nicht nur die Spieler, sondern auch Vereine in großem Stile, um eigene Profite herauszuschlagen. Spieler erhielten nur relativ geringe Gehälter (1500€) und traten bei Vertragsunterzeichnung ihre persönlichen Bildrechte an den Verein ab. Dafür wiederum kassierten die Kicker einen, verglichen mit dem Gehalt, weitaus höheren Betrag, wie im Fall des spanischen Vereins Real Sociedad San Sebastian, Vizemeister 2003. Hier geht es zum ausführlichen Artikel in der  SZ.