"Das Wunder von Belo Horizonte"

9. Juli 2014: Der Finaleinzug provoziert große Worte.

Der Einzug der Deutschen Nationalmannschaft ins Finale der Fußballweltmeisterschaft löst erwartungsgemäß eine Welle an Superlativen in der nationalen und internationalen Presse aus. Einige Zeitungen konnten freilich nicht auf den "Blitzkrieg" und die "deutschen Panzer" verzichten. Viele Stimmen stellen aber das Entsetzen über das schwache Auftreten der Seleção in den Vordergrund, das nicht einmal durch den Ausfall ihrer beiden Leistungsträger zu erklären sei. Vergleiche zur Schmach von 1950 werden gezogen (als man im eigenen Land den sicher geglaubten Titel durch  ein 1:2 gegen Uruguay verspielte).  Internationale Pressestimmen auf kicker.de

Auch in Deutschland wird ein geschichtsträchtiges Spiel beschworen. Sogar das "größte deutsche Fußballspiel seit dem Wunder von Bern" will Akademie-Mitglied Oliver Fritsch gesehen haben (Presseschau  indirekter freistoss). Selbst die Taktik-Experten von  Spielverlagerung.de bemühen die Vokabel "historisch" und geraten (fast) ins Schwärmen: "Deutschland war taktisch hervorragend eingestellt, agierte überragend gegen den Ball, konterte sehr fokussiert und hatte in der entscheidenden Phase auch noch das Quäntchen Abschlussglück." Wenn auch "fast alles zusammen kam, was irgendwoher kommen konnte."

Aus der Reihe tanzt da eigentlich nur Nationalspieler Thomas Müller, der mit Blick auf die Kritik nach dem Achtelfinale gegen Algerien mahnt: "Da sieht man mal, wie unterschiedlich Spiele laufen können."  Stimmen zum Spiel auf kicker.de