Bundesliga-Tipp Spieltag 9: Gefinkelte Assists: Phantommäßig eingenetzt durchs Miniloch

Bayern läuft wie Pep-geschmiert, der BVB beißt und bleibt dran, und Leverkusen hat neuerdings den Dusel von der Isar an den Rhein geholt -- soviele gefinkelte Assists vom Fußballgott am Stück gab es in der Liga wahrlich selten. Im Tipp aber ficht all das unseren Spitzenreiter nicht an: Arnd Zeigler beibt das Maß der Dinge ...

Akademie Bundesliga-Tipp 2013/2014: Der Stand nach Spieltag 9

Liebe Tipperinnen und Tipper,

die Guardiola-Bayern schnurren im Spielgetriebe immer gelenkiger, geölter und hochgeschwinder vorneweg; der BVB bleibt dran, muss aber zugunsten des Kräftehaushalts in der Liga den ganz großen Rausch schon ganz schwer dosieren; und Leverkusen, ja Leverkusen ist das Glückskind der Stunde. Es kann im Moment alles schier Unfassbare auf seiner Seite verbuchen, in Serie: den einen Punkt gegen außerirdisch aufgeigende Bayern, und gleich danach ein Durchs-mini-Loch-im-Außennetz-Tor gegen Hoffenheim, das in etwa so oft vorkommt und wahrscheinlich ist wie, tja, sagen wir mal wie ein Insolvenzantrag von Dietmar Hopp. Dank solch gefinkelter Assists vom Fußballgott kann Leverkusen derzeit den Anschluss halten.

Und was macht das Trainerkarussell? Bis gestern hieß es beim Nürnberger Club noch: kein Sieg, kein Trainer; jetzt haben sie zumindest Gertjan Verbeek. Der soll auch jenseits seiner sportlichen Verdienste in Hollands Ehrendivision ein interessanter Typ sein, frisurtechnisch beispielsweise, mit langen Zotteln wie sie noch bis Anfang der 80er angesagt waren. Nach einer Blitzrecherche der Nürnberger Nachrichten wissen wir jetzt sogar ein bisschen mehr: Verbeek hat nämlich nie im Leben einen Kamm benutzt, nur die Finger – einmal durch, den Rest soll einfach der Wind besorgen.  
Nach Spieltag 9 also der Trainerwechsel No. 3, das sieht ein bisschen nach Stagnation aus, muss aber nicht sein. Denn genau besehen haben alle, die bislang unten stehen oder standen, auch die sprichwörtliche Reißleine gezogen. Der HSV (aktuell 15.), der Club (16.) und der zwischenzeitlich nach oben gedriftete VfB (8.). Nur die beiden Kellerkinder haben es noch nicht getan: Braunschweig, weil der verdiente Aufstiegstrainer nach guter Sitte erst Anfang der Rückrunde dran ist (s. zuletzt Greuther Fürth); und Freiburg, weil dort zumeist gar niemand dran sein muss. Weil aber der HSV und der Club jetzt neu-becoacht sind und also unaufhaltsam nach oben ziehen werden, die Tabelle aber richtig eng ist, dürfte recht bald schon zwei anderen Vereinen das Wasser bis zum Halse stehen – und müssen wir uns um die Trainerrauswurf-Quote keine allzu großen Sorgen machen. Unser Top-Kandidat für die No. 4? Na, wetten wir halt mal auf die nächste Laune des Fußballgotts – auf Leverkusens Sami Hyppiä.

Was den Tipp angeht, so haben uns die letzten beiden Spieltage einen fulminanten Sprung in puncto Qualität beschert. Soll heißen, es hat Veränderungen von in Summe 35 Tabellenpositionen gegeben: Und mit einem Mal steht alles viel mehr so, wie es die meisten von uns auch erwartet haben. Praktisch stellt dies das Tipperfeld insgesamt um satte 20 Punkte im Schnitt besser. Reichten zuletzt noch 59 Zähler für die Spitze, sind es diesmal 40 – und die allermeisten Verfolger zogen mehr oder weniger mit.

So konnten sich immerhin sieben TipperInnen in den Top-10 behaupten, allen voran unser alter und neuer Spitzenreiter Arnd Zeigler. Auf den Podiumsplätzen folgen knapp dahinter Alexander Sobotta und Ludger Schulze, unter den zehn Besten dann Jürgen Sommer, Klaus Weiner, Christian Schirmer, Peter Viebig und ein Newcomer-Quartett mit Fedor H. Radmann, André Studt, Budde Thiem und Michael Gabriel.

Hier finden Sie die  aktuelle Tabelle nach Spieltag 9 (pdf, 66 KB)

Soviel für heute, die nächste Blitztabelle folgt dann nach dem 12. Spieltag, so etwa Mitte November.


Mit sportlichen Grüßen aus der Noris!
Ihr

tippwart joschko