Bundesliga-Tipp Spieltag 33: Dreikampf um den Liga-Klassenerhalt, Zweikampf um den TipperInnen-Titel

Martin Haltermann wahrt seine Chance, Leon Gassner den Sieg auf den letzten Drücker doch noch zu entreißen. Ob die allerdings tatsächlich größer ist als jene der Frankfurter Eintracht auf den Klassenerhalt? Da erscheinen Theophil Grabands Aussichten, Podestplatz 3 erfolgreich zu verteidigen, deutlich besser – auf den ersten Blick jedenfalls.

Akademie Bundesliga-Tipp 2010/2011: Der Stand nach Spieltag 33


Liebe Tipperinnen und Tipper,


der Abstiegskampf ist es also, der als letzter großer Aufreger übrig bleibt. Sogar eine Synchronentzauberung von Daum (‚Messias‘) und Magath (‚Magier‘) ist dabei noch drin. Es spricht allerdings einiges dafür, dass das aktuelle Tabellenbild auch nach dem 34. Spieltag Bestand hat. Demnach würden Magaths Wolfsburger noch einmal davonkommen, die Gladbacher nach fast sieben Monaten auf dem Sofortabstiegsplatz die Relegation doch noch packen, die Frankfurter Eintracht aber müsste einpacken – ausgerechnet bei der Meisterfeier jener Dortmunder, die sie zum Ende der Vorrunde noch schlagen konnte.

Bizarr genug, diese Eintracht: Platz 7 zur Winterpause, jetzt 17, und Gekas mit 16 Treffern noch immer auf Platz drei der Torjägerliste. Doch das Mitgefühl könnte sich in Grenzen halten. Wer hätte schon geahnt, dass es sich beim vermeintlichen Retter Daum um einen ‚Dampfplauderer’ handelt (letzte Erkenntnis des Frankfurter Boulevards)? Der viel leeres Stroh drischt, sehr gestelzt, mit den Haudraufparolen der Küchenpsychologie, und oft voll daneben? Neben einem gewissen Uli Hoeneß so ungefähr 20, 30 Millionen Fans, seit 20 Jahren ungefähr. Bloß die Bosse der Eintracht nicht. 
Um Klassen werthaltiger jedenfalls kommt einem da die Arbeit der beiden verbliebenen Aufstiegskandidaten vor. In Bochum unter Friedhelm Funkel (genau: für Frankfurt einst nicht funkelnd genug), wo sie Nervenstärke zum Prinzip und das Last-Minute-Punkten zur Regel gemacht haben. Und bei der SpVgg Greuther Fürth von Mike Büskens, die von der DFL jetzt endlich mal einen eigenen Pokal bekommen sollte: Für das seit Jahren schon unschlagbar beste Preis-Leistungsverhältnis im deutschen Profifußball.


Eine Vorentscheidung dürfte auch bei unserem Tippspiel gefallen sein. Aus dem Titelrennen ist ein Zweikampf geworden – unter Kontrahenten, wie sie ungleicher kaum sein könnten: Es führt mit 75 Zählern Leon Gassner – ein noch sehr junger Mann, der seinen Fußballverstand (Hannover auf 6!) in Adlitz, einem Streuobstwiesenidyll am Eingang der Fränkischen Schweiz, schulen darf –, einen Punkt vor Martin Haltermann, einem alten Hasen, der nach langen Jahren als Pressesprecher des 1. FC Nürnberg das Pokalfinal-Gen nach Duisburg zum dortigen MSV weitergetragen hat. Doch so eng der Abstand zwischen den beiden auch sein mag, seit Wochen schon bleibt er konstant: ein Pünktchen eben. Vorbeikommen nur schwer zu schaffen, es sei denn, es geht am 34. noch mal ganz ausgefuchst zu, wenn beispielsweise: der VfB in München gewinnt, oder die Bremer es noch auf Platz 8 schaffen, oder die Schalker auch in Köln noch eine Packung kriegen. Theophil Graband dagegen, als ehemaliger Chef der TeamBank maßgeblich für das Wohlergehen der Akademie mitverantwortlich und jetzt als Banker in Eschborn bei Frankfurt (!) am Ball, könnte am Ende Podestplatz 3 erfolgreich verteidigen: Er führt mit 82 Zählern drei Punkte vor den engsten Verfolgern, Jürgen Kaube und Paul Joschko. Dahinter lauern fast wie gehabt die üblichen Top-10-Verdächtigen Fritz Höfler, Nicole Selmer, Oliver Fritsch, Benjamin Weiß, Hans Kohout und Uli Glaser.

 Das Tipper-Ranking nach dem 33. Spieltag

So, dann schauen wir mal, was von unseren Restprognosen tatsächlich übrig bleibt  – die Endabrechnung folgt dann garantiert noch vorm Pokalfinale.
Soviel einstweilen, mit sportlichen Grüßen aus der Noris !

Ihr

tippwart joschko