Bundesliga-Tipp Spieltag 32: Mal gut, dass es nur 34 Spieltage gibt ...

Saisonfinale, wildes Gerangel um die Platzierungen? Von wegen. Bewegung in der Ligatabelle gab es diesmal nur noch auf den Rängen 7 und 8, wo der HSV und Gladbach Plätze tauschten. Wird also langsam Zeit, dass auch das Tippspiel über die Ziellinie kommt. Es führt weiterhin Dieter H. Jütting, und es bleibt nur die Frage, ob der SV Werder vielleicht doch noch den Abstieg schafft.

Akademie Bundesliga-Tipp 2012/2013: Der Stand nach Spieltag 32


Liebe Tipperinnen und Tipper,

eine Antwort auf die Frage, warum die Saison eigentlich 34 Spieltage hat, und nicht 36, 38 oder auch 40, die gab Sportjournalist Christoph Ruf (aktuell: 113. im Tipp) schon vor einigen Wochen: Damit der SV Werder nicht mehr absteigen muss. Die Bremer könnten es jetzt in den regulären 34 Runden doch noch schaffen, eine andere Antwort aber gewinnt mehr und mehr an Plausibilität: Damit das Tippspiel langsam ein Ende findet – und nicht im Gähnen des Kollektivs zu Grunde geht.

Denn die schlichte Wahrheit ist, dass sich in der Tabelle kaum mehr was tut. Der HSV und Gladbach haben die Plätze getauscht, und das war’s dann auch schon. Ganze zwei Punkte waren also neu zu vergeben, Ergebnis: Dieter H. Jütting führt weiter (nun bereits zum achten Mal !), souverän mit vier Zählern Vorsprung, Knut Reinhardt (8.) schafft es zurück in die Top-Ten, und ansonsten stehen dort die üblichen Verdächtigen mit Alexander Sobotta, Andrea Gaßner und Budde Thiem gleichauf auf Platz zwei, gefolgt von Christoph Zitzmann, Hartmut Lehfeld, Klaus Farschon, Alain Sutter und Philipp Köster.

 Die aktuelle Tabelle nach dem 32. Spieltag

Und damit könnten wir den Sack für heute auch schon zumachen. Sie wollen aber noch nicht gleich umschalten?, okay, ein paar Gutseln (landsch. für Bonbon) hätten wir noch:
– Das CL-Debakel von Barça gegen die Bayern: hat die Gazzetta dello Sport unter dem Motto ‚epochale Wende‘ auf den Punkt gebracht. „Diktatoren sterben nicht im Bett, sie werden öffentlich hingerichtet.“
– Dortmund gewinnt heuer eher die Champions League, als dass sie zum dritten Mal nacheinander Meister werden: D a s  weiß doch jeder! Heute schon, wer aber hätte das vor einem dreiviertel Jahr geahnt? Einer zumindest, nämlich unser Ex-Praktikant Philipp Dezort (aktuell 73.). Auf die Rückfrage des tippwarts, „dein Ernst: BVB hinter FCB?“, war die Replik des glühenden BVBlers prompt und klar wie Kloßbrühe: Es komme diesmal eben alles so wie 1997, Meister Bayern und CL-Sieger der BVB. Gemailt am 15.08.2012, 11:23 Uhr. (1997 hieß der Pokalsieger übrigens: VfB Stuttgart)
Matthias Sammer: unsere Stilkritik trägt erste Früchte, Sammers Outfit beim 1:1 der Bayern in Dortmund war schon mal ein Anfang: eine Tendenz zumindest erkennbar, die Richtung eher salopp. Und die Rhetorik? Bleibt weiterhin die eines seltsamen Charmebolzens, mit Betonung auf Bolzen. Aber klar, Hoeneß hat sich ins Abseits spekuliert, da werden ein paar Flanken in der Abteilung Attacke frei.
– Wer gewinnt die Champions League? Das Sympathie-Paket der Dortmunder ist überzeugender, von der Mannschaft über Kloppo bis zum Management (und an den Spielern der Bayern liegt es diesmal sicher nicht). Klares 2:1 für den BVB im Verhältnis der bundesweiten Gunst. Realistisch aber? Erwarten zwei Drittel des Publikums einen Bayern-Sieg, also 2:1 FCB.
– Auf Platz 10 in der Auswärtstabelle: liegt jetzt mit 17 Punkten die SpVgg Greuther Fürth, acht Punkte immerhin vor Schlusslicht Hoffenheim und immer noch zwei vor Mainz und Gladbach. Das Kleeblatt scheint ein langsam lernender Organismus zu sein, auswärts können sie jetzt. Noch mal Christoph Ruf, in der SZ: „… mehr Zähler auf fremden Plätzen hat noch nie ein Absteiger errungen.“ Für den ersten Heimsieg aber müssen sie erst noch einmal aufsteigen. (oder die letzte Chance gegen Freiburg nutzen)
– mehr Punkte auswärts als daheim: haben neben Fürth (17 zu 4) nur noch Wolfsburg (25 zu 16), und? Der FC Bayern mit 44 zu 41.
– Auf dem zweiten Platz in der ewigen Bundesligatabelle: ist der SV Werder Bremen, ganze fünf Zähler vor dem HSV, aber fast 150 z.B. vor den fünftplatzierten Dortmundern.
Peter Neururer: landet mit Bochum gegen Köln den vierten Sieg in Folge seit Beginn seiner Rettungsmission; die Saga dürfte dann nur noch so zu toppen sein: wenn der VfL am Ende trotzdem absteigen muss.
– der Kracher in der 3. Liga: am kommenden 37. Spieltag (ja, die haben tatsächlich 38 insg.) trifft Bielefeld auf Osnabrück, Zweiter gegen Dritter, Endspiel um den Aufstieg – bestimmt irgendwo auch live auf WDR oder NDR.

Soviel für heute, und dann heißt‘s, Endspurt: Versprochen, wir melden uns nach dem 33. Spieltag gleich wieder zurück.
Mit sportlichen Grüßen aus der Noris!
Ihr

tippwart joschko