Literatur

Believe in the Sign

Irgendwo im Nirgendwo in Nordengland und Mark Hodkinson war dabei.

Mark Hodkinson

Believe in the Sign

ISBN: 978-3942468107
Verlag: Arete Verlag
192 Seiten, 12,95 €

Bücher die das Thema englischer Fußball behandeln haben es nicht einfach, niemals nie. Es ist kompliziert sich neben Hornbys Fever Pitch und the Damned United zu positionieren, das Spektrum zu verbreitern, den Kosmos zu erweitern. Zum teil sind auch die Verlage selber Schuld die immer gerne eben jene Klassiker der  Fußballliteratur als starke Referenz  für das nun, eben , brandfrisch aber eben doch total nostalgische Buch nennen.

Zum Teil stolperte „Believe in the Sign“ in jene Falle, zum neuen fußballromantischen Hit von der Insel ernannt zu werden, eben das hornbyesqueste seit Autor Nick Hornby selbst.

Believe in the Sign“ ist kein Hornby, um verfrüht zum Fazit zu kommen, es erweitert das Spektrum eines leidgeprüften Stadtneurotikers nicht, der Zauber der vollen Kurven altehrwürdiger Stadien, die uns ebenfalls in eine Schockstarre der Begeisterung versetzen, gibt es kaum.

Vom Kuhacker kannst du nicht bis nach London hinein schauen.

Nicht nach London, nicht nach Manchester, nicht einmal nach Leeds... die „Scouses“, die verdammten Liverpool Fans, werden erahnt, höchstens. Irgendwo gibt es in Nordengland noch mehr als Langweile, vielleicht, Gerüchten zu folge.

Diese Unaufgeregtheit, das etwas andere Setting, machen „Believe in the Sign“ glaubhaft und, ja da sag ich es, authentisch wie nostalgisch. Fernab jeder London oder Manchesterverklärung kämpft sich der Protagonist, der ruhige aber nicht witzlose Erzähler, durch die grauen, tristen Tage beim AFC Rochdale.  Neben seltenen Kinobesuchen, und Meat Pie für 12 Pence ist der Fußball eine willkommene Abwechslung, aus der eine Liebe erst vorsichtig gedeihen muss.

Mark Hodkinson ist Musik und Sportjournalist in seiner Heimat. Man merkt dem Autoren seine Expertise und sein gehobenes Sprachgefühl an. Nicht nur thematisch verknüpft Hodkinson seine beiden Steppenpferde immer wieder (denn Musik gehört zur Erkenntnissgewinnung über die Welt ebenso wie Fußball), wirkt dabei aber weder bemüht noch forciert er dass sein Hauptprotagonist den „Rock n Roll“ für sich entdeckt. Wieder kommt die Erleuchtung, the Signs!, sehr schleichend, unspektakulär, aber dafür umso ehrlicher.

„Believe in the Sign war eines der Sportbücher des Jahres der Times und des Guardian