Anstoß für ein neues Leben

7. September 2010: Oliver Kahn beim Fußballturnier in der JVA Köln

Als Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung des DFB besuchte der „Titan“ am vergangenen Samstag ein Fußballturnier zwischen Mannschaften von sechs Jugendstrafanstalten aus NRW. Bereits im letzten Jahr, als das jährliche Turnier in der JVA Siegburg stattfand, war der ehemalige Welttorwart vor Ort, so 11Freunde.de. Nicht nur um den Sieger zu ehren, sondern auch um mit den Jugendlichen zu reden und ihre Fragen zu beantworten.

Seine persönlich schmerzlichste Niederlage ist wohl immer noch die im Championsleague-Finale 1999 gegen Manchester United. Und sie dient dann auch als Metapher für die jugendlichen Straftäter, die im übertragenen Sinne auf dem Boden liegen: „Aber wir sind dann mit viel Glaube an uns selbst und Kraft an die Aufgabe gegangen. Wir haben uns nie unterkriegen lassen. Wichtig ist, dass man aus Niederlagen und Rückschlägen lernt, dass man nicht anderen die Schuld gibt, sondern selbst besser wird“, so Kahn.

Auch andere Fußballgrößen wie Steffi Jones oder Lukas Podolski sind als Projektpaten an „Anstoß für ein neues Leben“ beteiligt. Langfristiges Ziel ist dabei die Reintegration der Jugendlichen in die Gesellschaft – u.a. durch Fußballspielen. Geplant ist für die Zukunft auch eine Ausweitung des Konzepts auf weitere Bundesländer.

Sieger des Turniers wurde übrigens die JVA Siegburg.